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Der erste Klamottenwechsel

von Aug 4, 2017Abnehmen ohne Diät0 Kommentare

Runter von 10 XL und größer

200-kilo-und-was-nunich habe nun 35 kg zu meinem maximalsten Gewicht (Jan. 2015) abgenommen und mich letztens mit neuen T-Shirts und Hose eingekleidet. Die meisten meiner T-Shirts waren 10 XL Shirts der Marke Redfield. Viel Auswahl hat man da nicht mehr, vor allem extra lang mussten Sie sein. Jetzt habe ich neue Shirts der Größe 7 XL von Redfield bzw. 6 u. 7 XL von Kitaro gekauft.

Das fühlte sich extrem gut an, da die übergroßen Shirts dann wie Riesenzelte an einem herumschlabbern.

Jeder Mensch hat von seiner Konstitution her gesehen irgendwelche Eigenheiten. Bei mir ist es ein relativ langer Oberkörper und dagegen wiederum gesehen relativ kurze Beine wenn man das bei 182 cm so in etwa definieren kann. Dadurch sich bei mir sehr viel Fett und Wasser vor allen Dingen im Bauch gebildet haben brauchte ich schon immer längere Oberteile, also Hemden bzw. T-Shirts. Das Schlimmste was einem passieren kann ist wenn das T-Shirt zu kurz ist und dann der Bauch raus schaut bzw. ich meinen Bauch den Mitmenschen und der Umwelt zumuten muss. Sowas geht gar nicht, also was immer schon relativ schwierig für mich die richtigen Sachen zu kaufen.

200 kg und was nun - KlamottenwechselBei den Hosen dagegen musste meine Frau immer die Beine kürzen und was ich gar nicht ab kann ist eine Hose über den Bauch zu tragen, d.h. wiederum das bei mir quasi der Bauch immer über den Hosenbund quillt. Mit einem zu langen Oberkörper und relativ normalen langen Armen ist es dann auch schwierig die Hosen einigermaßen zu zuknöpfen bzw. den Gürtel enger zu schnallen. Deshalb habe ich dann meist Joggingshosen mit einem mit einem Bund, wo man die Größe per Kordel bzw. Schnur einstellen konnte, getragen. Nachdem die ersten 10 kg abgenommen waren konnte ich eine Jeans mit einem Gürtel welche noch im Schrank lag tragen, wobei das Anziehen auch wieder so eine Sache für sich war, denn ich habe sie zugeknöpft und mit eingestelltem Gürtel mir quasi über den Po gezogen. Dabei musste ich dann beim Tragen der Hose aufpassen das ich sie nicht verliere denn das Ausziehen gestaltete sich manchmal relativ einfach, sie rutschte einfach wieder unter. Solche Erlebnisse sind natürlich dann auch nicht besonders förderlich für das Selbstvertrauen. Und in diesem Zusammenhang gesehen mit den dazugehörigen Begleiterscheinungen bzw. Symptomen der Hashimoto Erkrankung kann einen sowas auch relativ tief in Depressionen stürzen.

200 kg und was nun - KlamottenwechselNatürlich durchforstet man seinen Kleiderschrank und findet eine ganze Menge Sachen, welche einem nicht mehr passen. Erstaunlicherweise waren das bei mir Sachen in den Bereich bis 4 XL. Von 5 bis 7/8 XL ist nichts mehr zu finden!  Habe ich in der Zeit nicht gelebt ? Wie kann das eigentlich sein?

Damit konnte ich mich gerade in der letzten Zeit auseinander setzen und musste feststellen dass sich das in den Erinnerungen wie ein Filmriss anfühlt, nur dass dieser über mehrere Jahre gedauert hat.

Nachdem ich aus der Geschäftsführungsfunktion ausgeschieden bin, hatte ich nebenbei auch noch Probleme mit meiner Lunge, so das ich auf ärztliches Anraten hin, von einem auf den anderen Tag mit Rauchen aufgehört habe. Dies fiel auch in die Zeit der extremen Gewichtszunahme von ca. 165 kg auf bis zu 203 kg von 2008-2015 hinein. Diese Zeit erscheint teilweise wie ein dunkles Kapitel in meinem Leben, ich war zwar in der Phase unter anderem auch bei einer Reha-Kur welche eigentlich meinen psychischen Problemen bezüglich der Depressionen förderlich sein sollte und auch etwas in Richtung Gewichtsabnahme, aber eigentlich gründlich daneben ging. Ich hatte bei dieser Kur es mit Psychologen zu tun welche weniger auf meine eigentlichen Probleme eingegangen sind, sondern eigentlich mehr ihre Arbeit abspulten. Ihnen kam es vor allen Dingen auf Gruppentherapien an und da ich schon immer eher sehr zurückhaltend und verschlossen gegenüber Fremden war, konnte ich aus diesen Sitzungen nicht wirklich was mitnehmen bzw. dazu beitragen. Mich bzw. meine Probleme anderen Menschen einfach so zu offenbaren, welche ich überhaupt nicht kannte und welche auch selbst ganz andere Lebenssituationen hinter sich gebracht hatten, das ging war geht auch heute nicht und wird wahrscheinlich auch ganz schwierig sein mich jemals diesbezüglich zu öffnen.

200 und was nun - Innere EinkehrWichtig ist für mich dies auch im Nachhinein, im Zusammenhang mit nicht vorhandenen Sachen, jetzt noch einmal zu erleben, übertrieben gesagt. Das Nichtvorhandensein von vor allem Oberteilen bedeutet auch, dass ich mich in dieser Zeit sehr zurückgezogen habe und kaum das Haus bzw. die Wohnung verlassen habe. Und was mir dadurch sehr stark bewusst geworden ist, wie sehr ich meiner Frau zu verdanken habe, dass sie mich nicht aufgegeben hat und mich nach und nach aus dieser Isolation Dunkelheit heraus geführt hat. Umso schöner war es zu sehen, wie sie sich ebenso über die neuen “Klamotten” an mir erfreut hat, weil ich ihr natürlich auch damit eine große Last von ihren starken, aber eigentlich auch zarten Schultern nehmen kann. Was man so alles mit dem Kauf einigerOberteile so verbinden kann ist schonsehr erstaunlich. Ich freue mich unendlich und bin auch unendlich dankbar, dafür das ich dieses genau so erleben durfte.

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